Ausbildung Absturzsicherung

Am 21.05.2019 übte die Absturzsicherung der Stadt Waldeck zusammen mit der Absturzsicherung der Gemeinde Vöhl das Abseilen an einem Steilhang im Steinbruch zwischen Nieder-Werbe und Basdorf.

Dabei wurden mehrere Festpunkte erstellt und sich mit Hilfe des Absturzsicherungssatzes unter Sicherung abgeseilt.

Ausbildung TH mit mechanischer Zugeinrichtung

Am 09.04.2019 übten wir am Bauhof die technische Hilfeleistung beim Verkehrsunfall.

In Station 1 wurde eine Ausbildung an der mechanischen Zugeinrichtung durchgeführt. Station 2 beschäftigte sich mit Rettungsschere und Spreizer und zerlegte ein Schrottfahrzeug. In Station 3 wurde ein Auto an mehreren Punkten angeschlagen die zu einem Festpunkt an unserem LF 10/6 führten. Mittels der Seilwinde zogen wir das Fahrzeug ausenander, um eine im Fußraum eingeklemmte Person zu befreien.

1. Rettungstag Waldeck

Rettungskräfte von Feuerwehr, Krankenhaus und Rettungsdienst trafen sich vom 07. – 08. September rund um das Feuerwehrhaus in Sachsenhausen um gemeinsam die Rettung nach Verkehrsunfällen zu trainieren.

Erklärtes Ziel der Feuerwehr Sachsenhausen war es, gemeinsam mit allen an der Verkehrsunfallrettung innerhalb der Stadt Waldeck beteiligten Hilfsorganisationen, die Rettung nach Verkehrsunfällen zu trainieren.

Am Freitagabend wurde mit den theoretischen Grundlagen begonnen. Während verschiedener Vorträge wurde auf der rechtlichen Seite beleuchtet wer die Einsatzleitung beim Einsatz verschiedener Organisationen inne hat oder wo rein praktisch die Tücken der Kommunikation zwischen Rettungsdiensten, Notärzten und der Feuerwehr liegen und wie gefährlich diese sein können. Es wurde eine Standard-Einsatz-Regel vorgestellt, die dazu dient sowohl sicherheits- als auch zeitoptimiert arbeiten zu können – denn erfahrungsgemäß gleicht kein Verkehrsunfall dem Anderen – jedoch gibt es gewisse Phasen eines Unfallrettungseinsatzes welche sich oftmals ähneln. Gleichzeitig wurde auf die Konstruktion moderner Fahrzeuge eingegangen. Diese stellt einerseits einen Segen dar, führt sie doch dazu, dass immer weniger Insassen in ihrem Fahrzeug eingeklemmt werden. Jedoch bedeutet dieses im Fall eines Unfalls mit Einklemmung, dass die Energie, die auf einen Insassen gewirkt haben muss, vermutlich so hoch gewesen ist, dass schwerste Verletzungen beim Insassen zu vermuten sind und somit höchster Zeitdruck bei der Rettung herrscht. Gleichzeitig sind jedoch auch die Anforderungen an Ausbildung sowie Technik der Retter gestiegen, denn heutige festere und steifere Materialien müssen eventuell bei einer Rettung umgangen werden, hierzu muss die Konstruktion des Fahrzeuges von der Führungskraft „gelesen“ werden können. Auch medizinisch verlagert sich der Fokus immer mehr weg von einer Versorgung im Fahrzeug, hin zu einer effizienten Behandlung nach dem C-ABCDE Schema, bei dem starke Blutungen gestoppt, die Atmung ermöglicht und gesichert wird und der Verunfallte warm gehalten werden muss. Die Kunst bei der Rettung stelle das parallele Arbeiten und das damit verbundene Teamwork von medizinischer und technischer Rettung dar.

Weiterhin wurden Mythen um moderne Antriebe wie Elektro und Hybrid angesprochen und festgestellt, dass diese zwar „anders“ aber keinesfalls für Retter gefährlicher sind wie herkömmliche Antriebsarten. Gleichwohl gilt es auch hier gewisse Besonderheiten zu beachten und schon bei der Erkundung des Fahrzeugs möglichst frühzeitig zu erkennen – hierbei müssen Rettungskräfte immer häufiger auf externe Informationen wie etwa die Rettungskarte oder aber in der Fläche kaum vorhandene EDV-gestützte Systeme, mit Kennzeichenabfrage setzen.

Als Fazit des Abends blieb festzuhalten, dass die Kompetenzen und Aufgaben an einer Einsatzstelle klar geregelt sein das unterschiedliche Vokabular der Organisationen durch gemeinsame Übungen vereinheitlicht werden muss, Ausbildung wie auch Technik zwingend auf einem modernem Stand und aktuell gehalten werden müssen und auch die Hilfsorganisationen sich der zunehmenden Digitalisierung, gerade vor dem Hintergrund komplizierter werdender Fahrzeugtechnik nicht entziehen dürfen.

Am Samstag wurden in einer Stationsausbildung in vier Teams aus 8 Einsatzkräften der Feuerwehr sowie 2 Einsatzkräften des Rettungsdienstes verschiedene Aufgaben gelöst und besprochen.

Jedes Team musste jeweils eine eingeklemmt Person aus einem PKW in einer komplizierten Dachlage sowie aus einem PKW nach einem Seitenaufprall mit massiver Einklemmung befreien. Im realen Einsatz stellen diese Szenarien zumeist hochkomplexe sowie aufgrund der häufigen Schwere der Verletzungen Herausforderungen für die Retter dar. Gemeinsam mit Notärzten des Krankenhaus Korbach, galt es die Verletzungen und Einklemmungen der Insassen, die Fahrzeuge mit ihren Besonderheiten sowie deren Lage und Deformationen zu erkunden, einen gemeinsamen Plan zur Rettung zu erarbeiten und dabei Fehlerquellen in der Kommunikation geschickt zu umgehen. Ein Notarzt versteht unter „schnell“ mitunter etwas ganz anderes wie eine Führungskraft der Feuerwehr – solche und weitere Fallstricke wurden durch erfahrene Ausbilder aus dem Bereich der technischen und medizinischen Rettung identifizert und aufgezeigt, sodass jedes Team die Lagen erfolgreich lösen konnte. Weiterhin stand an einer Station gezielt der Mensch im Fokus der Rettung, moderne Mittel der Blutstillung wurden vorgestellt, die hohe Bedeutung des Wärmeerhalts für die Insassen erläutert und sehr viel Praxis im Bereich der Entnahme von befreiten Insassen aus einem Unfallfahrzeug gesammelt. Zum Schluss wurde die moderne Kettenrettung demonstriert, eine grundsätzlich sehr alte Methode der Unfallrettung, bei der Unfallfahrzeuge mittels Ketten und Seilwinden in ihre Ausgangsform gestreckt werden um Insassen befreien zu können. Mit  Aufkommen hydraulischer Schneid- und Spreizgeräte verlor diese Methode in Deutschland mehr und mehr an Bedeutung. Im skandinavischen Raum, in dem Anfahrtswege für Rettungskräfte meist sehr lang sind, wurde diese Methode jedoch im Hinblick auf ihre Geschwindigkeit und Effektivität stets weiter entwickelt – und schwappt in ihrer modernen Form heute wieder nach Deutschland. Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen  und gleichzeitig sehr schweren Unfällen, kann diese Methode einen weiteren und sehr schnellen Baustein zur Befreiung Schwerverletzter und damit zur Lebensrettung beitragen.

In der anschließenden Feedbackrunde äußerten sämtliche Teilnehmer ihre Begeisterung über das Format dieser gemeinsamen Fortbildung, war Vielen doch gar nicht bewusst mit welch kleinen Stellschrauben Reibungsverluste in der Zusammenarbeit eliminiert werden können.

Eine Wiederholungsveranstaltung im Jahr 2019 wird angestrebt.

Personen unter Holzstoß eingeklemmt…

… so lautete das Thema unserer Ausbildung vom 12.06.2018. Spielende Kinder brachten in unserer Lage einen Holzstoß zum Rutschen und wurden unter diesem eingeklemmt. Schwierig war, dass die Einklemmung der unteren Person zunächst aufgrund der hölzernen Last nicht genau erkundet werden konnte, die meisten Stämme kreuz und quer und teilweise unsicher zum liegen kamen sowie dass aufgrund dieser Umstände der Holzstoß nur sehr vorsichtig und umsichtig und nach dem sichern oder wegräumen loser Stämme betreten werden konnte um zum Einen unsere eigenen Kräfte nicht zu gefährden, und zum Anderen um die Last für die Eingeklemmten nicht noch weiter zu erhöhen.

Während die Besatzung des LF10 sich darum kümmerte, lose Stämme weg zu räumen und große, schwere Stämme zu sichern – bereitete die Besatzung des HTLF die Hebevorgänge mittels unserer Drucklufthebekissen vor. Teamwork, einiges Brainstorming und Kreativität brachten uns jedoch letztlich ans Ziel und wir konnten beide Personen befreien.

Ausbildung Wasserentnahme

Wir übten den zügigen Aufbau einer Wasserentnahme und der entsprechenden Förderstrecke zur schnellen Brandbekämpfung. Ein zentrales Element unserer Einsatztaktik zum Beispiel zur Wald- und Flächenbrandbekämpfung beruht auf dem Konzept mit Tauchpumpen eine schnelle Wasserentnahme aufzubauen und im Rahmen einer offenen Förderstrecke in einen oder mehrere Löschwasserbehälter zu fördern. Dieses Vorgehen kann evtl. durch einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ergänzt werden.

Ziel der Ausbildung war es, Grenzen unserer Vorgehensweise (niedriger Wasserstand, hohe Strömungsgeschwindigkeit) darzustellen und Methoden zu erlernen um die daraus resultierenden Nachteile zu kompensieren.

 

Ausbildung Verkehrsunfall

Am heutigen Abend stand für uns wieder einmal das Themengebiet „Rettung nach Verkehrsunfall“ auf dem Dienstplan. Zusätzlich zu unserem eigenen Ausbilder – der eine Station zum Thema „Sichern von verunfallten PKW“ anleitete, kam uns Dirk Schiefer aus Sinntal, der östlichsten Gemeinde Hessens, unterstützen. Kennen gelernt haben wir Dirk und seine „Technische Rettung Sinntal“ während unserer Zeit mit dem Technical Rescue Team Waldeck auf verschiedensten Veranstaltungen – und so bildete sich über die Jahre eine echte Freundschaft.

Dirk brachte uns einige „andere“ Denkansätze im Bereich der Unfallrettung mit und konnte aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz einiges an Fachwissen vermitteln. Vielen Dank dafür 🙂

Weitere Infos gibt es hier

 

TH Ausbildung in Höringhausen

Am vergangenen Samstag wurde durch uns eine Ausbildung im Bereich Erstmaßnahmen beim Verkehrsunfall für die Kameraden in Höringhausen durchgeführt.

Beginn war Samstag um 09:00 Uhr, während einer ca. 1,5stündigen theoretischen Unterweisung schulten wir die wichtigen Punkte unseres standartisierten Vorgehen bei Verkehrsunfällen insbesondere wie eine Feuerwehr ohne Ausrüstung für technische Hilfe dabei gekonnt und zielführend unterstützen kann. Es wurden Hinweise zur taktisch günstigen Fahrzeugaufstellung gegeben und auf wichtige Vorbereitungs- und Erstmaßnahmen ebenso eingegangen wie auf lebensrettende Maßnahmen der Ersten Hilfe (stillen von schweren Blutungen, Wärmeerhalt). Im Anschluss wurde mit dem Material unseres HTLF an zwei Schrottfahrzeugen geübt. Nach einer Einweisung in unsere Technik ging es direkt ans Werk. Es wurden Grundlegende Arbeitstechniken vermittelt, auf Gefahrenpunkte wie nicht ausgelöste Airbags eingegangen und auch alternative und moderne Methoden wie das Anheben eines Armaturenbrettträgers demonstriert.

Aus unserer Sicht war dieser Tag hoch effektiv, wir konnten unsere ohnehin sehr gute Zusammenarbeit weiter vertiefen und haben das gegenseitige Verständnis für das Handeln im Einsatz weiter ausgebaut. Gerne wieder!

Ausbildung Absturzsicherung

Gestern Abend übte die Einheit Absturzsicherung eine Begehung  eines Daches in Sachsenhausen. Die Einheit besteht aus Einsatzkräften der Feuerwehren aus Sachsenhausen, Nieder- Werbe und Netze. Sie wird bei Lagen eingesetzt bei denen im absturzgefährdeten Raum  gearbeitet werden muss. Das sind zB. Dächer Gittermasten oder steile Böschungen.  Wir übten das Begehen eines mit Ziegeln eingdeckten Daches. Hierzu wurden 2 Teams gebildet die von zwei Seiten das Dach Vertikal und Horizontal bestiegen. Dies war wieder mal eine Möglichkeit die Theorie in die Praxis umzusetzen und sicher mit der umfangreichen Ausrüstung zu werden. Nach 1,75 Std war die Ausbildung beendet und alle waren sich einig das dies eine gute Gelegenheit war das auf der Hessischen Landesfeuerwehrschule erworbene Wissen aufzufrischen.

 

Drehleiterweiterbildung

Am Mittwoch fuhren unserer Führungskräfte mit dem Waldeck 02 und 03 zur Feuerwehr Wolfhagen,  um sich im Umgang mit der Drehleiter ( Abstände, Bodenbeschaffenheit, Aufstellfläche usw.) weiter zu bilden. Im Feuerwehrhaus angekommen wurden wir von Lars Wiegand ( Wehrführer) und Dirk Mahlmann ( hauptamtlicher Gerätewart) empfangen. Es wurde sofort mit der Ausbildung begonnen und die technischen Daten der in 2014 in Denst gestellten Drehleiter ausgetauscht. Danach wurde  die Leiter auf dem Übungshof positioniert und einige Übungen und Anleiterstellungen gefahren und ausprobiert. Die Feuerwehr Wolfhagen war in 2014  zweimal in der Stadt Waldeck im Einsatz um bei 2 Großbränden, einmal als erste Leiter und einmal als dritte Leiter eingesetzt. Die Zusammenarbeit bei diesen Einsätzen klappte hervorragend, obwohl wir noch nie zusammen geübt hatten. Bei den heutigen Übungen wurden  unter anderem die Grenzen der Drehleiter sowie die Einsatzstellenbeleuchtung mit den angebrachten Scheinwerfern getestet. Nach diesen Übungen wurden wir im Stützpunkt herumgeführt und die Feuerwehr Wolfhagen vorgestellt. Ein herzliches Dankeschön an  Lars Wiegand und Dirk Mahlmann für die sehr guten Vorführungen und die Zeit die sie sich genommen haben. Das ist nicht selbstverständlich. Es hat uns sehr gut gefallen. Nach gut 2 Std traten wir sehr zufrieden  und mit vielem neuem Wissen den Heimweg an. Da wir keine Drehleiter besitzen sind wir auf die umliegenden Leitern im Ernstfall angewiesen.  Nochmals herzlichen Dank an die beiden und natürlich auch an  unsere Führungskräfte die mit waren.

GABC Ausbildung

Am Samstag trafen wir uns um 16.00 Uhr zu einer GABC Ausbildungseinheit im Feuerwehrhaus. Wir wollten, nach Wegfall des Gefahrgutanhängers, testen was man mit unseren Löschfahrzeugen  bei einem Gefahrguteinsatz zu   leisten ist, bis die Verstärkung, sprich der GABC Zug Waldeck -Frankenberg  an der Einsatzstelle eintrifft. Zuerst wurden , die vorhandenen Kenntnisse und die GAMS Regel besprochen. Dieses Szenario wurde im Frühjahr mit den Wehrführern geübt und heute waren wir an der Reihe.

Am Bauhof stellte sich die Lage wie folgt dar. PKW frontal in Gefahrgut LKW gefahren, PKW Fahrer eingeklemmt, Beifahrer aus dem Fahrzeug, LKW Fahrer unter Schock das Weite gesucht, Gefahrgut tritt aus. Ladepapiere sind keine vorhanden, Kennzeichnung am Tank  Umweltgefährdend und brennbar.Der Beifahrer des PKW liegt bewusstlos neben dem LKW .

Nach Erkundung des Einsatzleiters wurde der Absperrbereich festgelegt , sowie die Menschenrettung unter PA vorbereitet.  Die Rettung am PKW mit schwerem Hydraulischen Gerät wurde der Besatzung unseres HTLF zugeordnet. Die Rettung des Beifahrers sowie der Dreifachbrandschutz und die Notdekon wurde der Besatzung des LF 10/6 aufgetragen. Die Kennzeichnung des Absperrbereiches mittels Feuerwehrleine lag in den Händen des LF 10/6. Nach den Befehlen begann zeitgleich die Menschenrettung und der Aufbau des Brandschutzes sowie die Eindämmung des Lecks am Tank. Die Trupps im Absperrbereich wurden regelmäßig alle 10 Minuten ausgetauscht, um die Aufenthaltszeit in diesem Bereich und somit die Kontamination der Einsatzkräfte so gering wie möglich zu halten. Der PKW Fahrer war  nicht so schwer eingeklemmt, sodass dieser Trupp  die Befreiung in den vorgegebenen 10 Minuten schaffte. Die Übergabe an der Grenze Absperrbereich- Gefahrenbereich sowie die Notdekon wurde ebenfalls geübt. Diese Lage wurde von B. Schäfer aus- und vorbereitet. Nach ca. 1,45 Stunden war die Ausbildung beendet und wir sprachen die Vor- und Nachteile der einzelnen Vorgehensweise und Entscheidungen an.   Am Ende waren sich alle einig ,das  größte Problem bei solch einer Lage ist den Absperrbereich einzuhalten und zu kontrollieren. In dem Absperrbereich können sich Personen mit und ohne Fahrzeug befinden die angehalten werden müssen diesen Bereich nicht zu verlassen. Diese Personen sind in der Regel schon vor unserem Eintreffen da.  Ein  Bereich von 50 Meter oder 100 Meter abzusperren ist in der Natur nicht so einfach und fordert sehr viel Disziplin und Verständnis von allen Seiten.GABC Einsätze sind  nicht der Feuerwehralltag, und somit muß dieses mehr geübt werden. Alle haben anhand dieser Übung gelernt das wir die Erstmaßnahmen selbst machen müssen und, wenn die GAMS Regel beachtet wird keine größere Gefahr für Einsatzkräfte besteht wie bei einem Zimmerbrand.