Person droht zu ertrinken im Edersee

Heute Abend wurden wir zusammen mit den Feuerwehren aus Waldeck, Netze, Nieder-Werbe sowie dem Führungsteam der Stadt Waldeck zum Strandbad nach Waldeck-West alarmiert. Ein Passant sah am Strandbad eine Person die zu Ertrinken drohte. Daraufhin wurden der Notruf verständigt und Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst an den Edersee alarmiert. Als wir gerade am Einsatzort eingetroffen waren, wurde die Leitstelle erneut über den Notruf verständigt, dass es sich bei der vermeintlich zu ertrinkenden Person um einen Taucher handelte, der planmäßig seinen Tauchgang starten wollte und mittlerweile auch schon wieder aufgetaucht war. Daraufhin erhielten alle sich noch auf Anfahrt befindlichen Fahrzeuge die Abbruchmeldung.

Ölsperre ausbringen für Schiffsbergung

Heute wurden wir erneut nach Fürstental zum Edersee alarmiert. Das Wasserschifffahrtsamt des Bundes startete heute die Bergung der gestern untergegangenen Yacht. Dabei bestand die Gefahr, dass Gefahrstoffe aus der gesunkenen Yacht bei der Bergung austreten und den Edersee verschmutzen. Aus diesem Grund wurde die Feuerwehr zum vorsorglichen Ausbringen einer Ölsperre rund um den Bootsanleger angefordert.

Die aus Korbach angeforderte Ölsperre wurde zusammen von Einsatzkräften aus Sachsenhausen, Basdorf und Korbach zunächst vorbereitet und mit Gewichten beschwert, damit diese bestmöglich auf der Wasseroberfläche bleibt, um evt. austretendes Öl einzudämmen. Die Ölsperre wurde mit Unterstützung der DLRG mit einem Boot rund um den Bootsanleger gezogen und befestigt. Nachdem dies erledigt war, begannen die Bergungsarbeiten mit Bootskran und Tauchern. An der gesunkenen Yacht befestigten zunächst Taucher mehrere Luftsäcke. Diese wurden dann aufgeblasen, damit das Schiff leicht herauf trieb. Daraufhin wurden die Seile eines am Edersee stationierten Bootskran des Wasserschifffahrtamtes am Mast der Yacht befestigt. Nachdem das Boot dadurch mit dem oberen Teil zurück an die Oberfläche geholt werden konnte, wurden Tauchpumpen eingesetzt, um Gewicht in Form von Wasser im Schiff zu reduzieren. Aus der Kombination von Kran und Tauchpumpen konnte das Schiff somit Stück für Stück wieder komplett zurück an die Oberfläche geholt werden.

Nachdem die Bergung abgeschlossen war, wurde die Ölsperre von uns, mit Unterstützung der DLRG vom Wasser aus, wieder aus dem Edersee heraus aufgenommen. Gefahrstoffe traten aus der Yacht nicht aus, sodass es zu keiner Wasserverschmutzung kam.

Schiff am Edersee am Sinken

Heute Nachmittag wurden wir mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften nach Fürstental alarmiert. Laut Erstmeldumg der Leitstelle war dort ein Schiff, ca. 11m lang und 4t schwer am Sinken.
Bei unserer Ankunft stand die schnell sinkende Yacht bereits zu ca. 4/5 unter Wasser. Zuerst wurde begonnen von Steg und Wasserseite aus zu prüfen, ob sich noch Personen an Bord befinden. Dies war nicht der Fall. Schnellstmöglich wurde trotz schwieriger logistischer Gegebenheiten in der kleinen Gemarkung Fürstental begonnen, insgesamt 4 Tauchpumpen von HTLF, LF und den LFs auf Waldeck mit Stromaggregaten zur Einsatzstelle geschafft, um die Yacht auszupumpen. Der Weg zur Yacht war zunächst durch ein Tor versperrt, welches aufgebrochen werden musste. Die Einheiten aus Waldeck ließen in Waldeck-West ein DLRG Boot zu Wasser und machen sich auf dem Wasserweg auf den Weg nach Fürstental.

Kurz nachdem die erste Tauchpumpe ca. 30min nach Alarmierung in Betrieb genommen werden konnte sank das Schiff komplett ca. 6m auf den Grund des Edersees. Daraufhin wurde umgehend die DLRG Tauchereinheit des Landkreises, stationiert am Twistesee, angefordert. Geplant war die untergegangene Yacht mittels Taucher und Luftsäcken wieder an die Wasseroberfläche zu holen, um anschließend die Tauchpumpen wieder einzusetzen. Dieses Vorhaben sollte laut ebenfalls eingetroffener Wasserschutzpolizei aber erst am nächsten Tag durch das Wasserschiffahrtsamt eingeleitet werden. Um mögliche Umweltfolgen die durch das gesunkene Schiff entstehen könnten zu verhindert, wurde rund um das Boot eine Ölsperre von uns ausgelegt. Der Bootsinhaber wurde durch die Polizei ermittelt und durch die Feuerwehr verständigt. Der ELW übernahm die umfangreiche Dokumentation des Einsatzes sowie Funkverkehr und Koordination der anfahrenden Kräfte. Ein Rettungswagen war vor Ort um den Einsatz abzusichern.
Nach einigen Stunden war der Einsatz dann beendet und alle rückten wieder ein. Insgesamt vor Ort waren 94 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und DLRG. Davon 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr Gemeinde Vöhl und 46 Einsatzkräfte der Feuerwehr Stadt Waldeck.

Fotos: 112-magazin.de und Feuerwehr