Person mit Rolli abgestürzt am Steilhang

Am 01.10.2020 wurden wir zusammen mit der Feuerwehr Ober Werbe, Basdorf und Korbach mit der Drehleiter zu einer Steilhangrettung alarmiert. Der Einsatzort befand sich auf der Zufahrt zum Campingplatz Fürstental, an der Spitzkurve bzw. Einmündung zum Kahle Hardt Wanderweg. Das Führungsteam wurde ebenfalls alarmiert. Eine Person mit einem E- Rollstuhl war eine Böschung hinuntergestürzt und nach 6 m zum liegen gekommen. Der Rollstuhl stürzte weitere 30 – 40 m weiter hinab. Das Absturzsicherungsteam der Stadt Waldeck ging zusammen mit dem Vöhler Absturzsicherungsteam zu der Verletzten vor, um sie gegen weiteres Abrutschen zu sichern. Gleichzeitig wurden mehrere Steckleiterteile zusammengesteckt, um diese als schiefe Ebene und als Angriffsweg für den Rettungsdienst und Notarzt zu nutzen. Die Einsatzleitung hatte sich zur Rettung mittels Schleifkorbtrage entschieden. Parallel dazu konnte die Einsatzstelle mit Lichtmasten und dem neuen Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Licht ausgeleuchtet werden. Ein weiterer Trupp mit Absturzsicherungssatz machte sich auf den Weg, den Rollstuhl mit Akku unterhalb der Stelle zu orten und für den Transport nach oben vorzubereiten. Die Bergung geschah mit Feuerwehrleinen nachdem der Patient im RTW war. Wir hatten uns für die Bergung des Rollstuhls im Dunkel entschieden, um auszuschließen, dass der Akku über Nacht einen Kurzschluss bekommt und somit bei der immer noch trockenen Wetterlage einen Waldbrand entfacht. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Absturzsicherungsteams hat wieder hervorragend geklappt. Wir üben schon jahrelang diese Szenarien zusammen. Die Drehleiter konnte an dieser doch recht schrägen Hanglage und aufgrund des Bewuchses nicht eingesetzt werden, und stand deshalb in Basdorf in Bereitschaft.

Person steckt in Schlamm/Edersee

Heute Nachmittag wurden wir zur Menschenrettung zum Campingplatz Fürstental am Edersee alarmiert. Zwischen den beiden Ederseeufern Fürstental und Bringhausen steckte ein Mann im schlammigen Ederseegrund fest. Daraufhin wurde der Notruf abgesetzt und somit die Feuerwehr alarmiert.

Wenige Minuten nach der Alarmierung informierte uns die Leitstelle noch auf der Anfahrt, dass sich die Person bereits selbst aus ihrer Situation befreien konnte. Die Einsatzfahrt konnte abgebrochen werden. Ebenfalls mit auf Anfahrt waren Feuerwehreinsatzkräfte aus Ober-Werbe und Waldeck sowie Notarzt und ein Rettungswagen.

Vor fast genau einem Jahr wurden wir zu einem ähnlichen Meldebild nach Fürstental alarmiert. Dort wurde ebenfalls versucht den leeren Edersee bei Fürstental zu überqueren. Es steckte eine Person im Schlamm des Ederseegrundes fest und musste von der Feuerwehr befreit werden. Einsatzbericht vom 05.09.2019, H KLEMM 1 Y, Person steckt in Schlamm fest

Schiff am Edersee am Sinken

Heute Nachmittag wurden wir mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften nach Fürstental alarmiert. Laut Erstmeldumg der Leitstelle war dort ein Schiff, ca. 11m lang und 4t schwer am Sinken.
Bei unserer Ankunft stand die schnell sinkende Yacht bereits zu ca. 4/5 unter Wasser. Zuerst wurde begonnen von Steg und Wasserseite aus zu prüfen, ob sich noch Personen an Bord befinden. Dies war nicht der Fall. Schnellstmöglich wurde trotz schwieriger logistischer Gegebenheiten in der kleinen Gemarkung Fürstental begonnen, insgesamt 4 Tauchpumpen von HTLF, LF und den LFs auf Waldeck mit Stromaggregaten zur Einsatzstelle geschafft, um die Yacht auszupumpen. Der Weg zur Yacht war zunächst durch ein Tor versperrt, welches aufgebrochen werden musste. Die Einheiten aus Waldeck ließen in Waldeck-West ein DLRG Boot zu Wasser und machen sich auf dem Wasserweg auf den Weg nach Fürstental.

Kurz nachdem die erste Tauchpumpe ca. 30min nach Alarmierung in Betrieb genommen werden konnte sank das Schiff komplett ca. 6m auf den Grund des Edersees. Daraufhin wurde umgehend die DLRG Tauchereinheit des Landkreises, stationiert am Twistesee, angefordert. Geplant war die untergegangene Yacht mittels Taucher und Luftsäcken wieder an die Wasseroberfläche zu holen, um anschließend die Tauchpumpen wieder einzusetzen. Dieses Vorhaben sollte laut ebenfalls eingetroffener Wasserschutzpolizei aber erst am nächsten Tag durch das Wasserschiffahrtsamt eingeleitet werden. Um mögliche Umweltfolgen die durch das gesunkene Schiff entstehen könnten zu verhindert, wurde rund um das Boot eine Ölsperre von uns ausgelegt. Der Bootsinhaber wurde durch die Polizei ermittelt und durch die Feuerwehr verständigt. Der ELW übernahm die umfangreiche Dokumentation des Einsatzes sowie Funkverkehr und Koordination der anfahrenden Kräfte. Ein Rettungswagen war vor Ort um den Einsatz abzusichern.
Nach einigen Stunden war der Einsatz dann beendet und alle rückten wieder ein. Insgesamt vor Ort waren 94 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und DLRG. Davon 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr Gemeinde Vöhl und 46 Einsatzkräfte der Feuerwehr Stadt Waldeck.

Fotos: 112-magazin.de und Feuerwehr